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Meer. Natur. Inspiration.

© Katharina Bothmann

RUWE/VALENSKE (bekannt aus der Berliner Diestel) präsentieren: 2026 – ES WAR JA NICHT ALLES GUT

· 20:00 Uhr
Compagnie de Comedie, BÜHNE 602

Kabarettistischer Jahresrückblick

Ruwe/ Valenske (bekannt aus der Berliner Distel) präsentieren: 

2026 – es war ja nicht alles gut

Henning Ruwe Gewinner »Goldener Koggenzieher 2026« 

Die Bundesregierung verzapft nicht nur an der Tankstelle reichliche Unfug, ein orangener Präsident wartet weiter erfolglos auf ein Spenderhirn, die deutsche Nationalmannschaft kommt als Erster zurück, ein Walverlierer in der Ostsee und reichlich weitere Gründe, das Jahr noch einmal ordentlich auszulachen: Die Humorprofis Henning Ruwe und Martin Valenske machen dabei keine Gefangenen, liefern pünktlichere Pointen als die Bahn und begegnen dem satirischen Gesprächsbedarf mit viel frischem Witz sowie spitzen und stumpfen Bemerkungen. Das Publikum erwartet ein furioser Jahresrückblick in wohlüberdosierter Schärfe. Achtung: sehr lustig!

Das Kabarettduo

Die Humorwerke Ruwe/Valenske stehen seit 2015 für qualitativ hochwertige Darbietung relevanter Themen, handverlesener Pointen und frechen Bemerkungen. Sie wurden an der Berliner Distel groß – so groß, wie Kleinkünstler eben werden können – und haben diverse Bühnenpreise fast gewonnen. Henning Ruwe ist sogar mit dem Rostocker Koggenzieher in Gold ausgezeichnet, aber das war wohl ein Versehen der Jury. Der gebürtige Berliner Martin Valenske und der Exil-Münsterländer Henning Ruwe sind die letzten Vertreter des echten politischen Kabaretts und vergessen dabei nicht, die Sache mit dem Humor endlich wieder ernstzunehmen.

Reservierungen: 0381/ 203 60 84

Kartenvorverkauf in der BÜHNE 602

Warnowufer 55, 18057 Rostock

Mo – Fr von 10:00–12:00 Uhr

Fr von 14:00–18:00 Uhr

(Keine Kartenzahlung möglich)

oder Online:

www.mvticket.de/b602shop

Die Theaterkasse öffnet eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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