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Gästezeitung »Windflüchter«

Meer. Natur. Inspiration.

Gästezeitung »Windflüchter«

Aktuelles, Historisches und Wissenswertes über Graal‑Müritz und sein Umfeld – seit März 1994.

Der »Windflüchter« ist die Gästezeitung des Ostseeheilbads. Seit März 1994 erscheint er für Einheimische und Besucher: mit Veranstaltungen und Neuigkeiten aus dem Ort, mit Geschichten aus der Ortsgeschichte und mit Tipps für Strand, Wald und Moor. Gedruckt liegt das Heft gegen eine Schutzgebühr von 1,50 € im Ort aus. Hier lesen Sie jede Ausgabe kostenlos als PDF.

1994Erste Ausgabe im März
50Ausgaben zum Herunterladen
1,50 Schutzgebühr im Druck

Aktuelle Ausgabe

Windflüchter 2026 · Ausgabe 2

Willkommen im Frühling: Rhododendronblüte und Lyrikbuche im Park, Tai Chi und Qigong, Waldbaden zwischen Kiefern und Ostseeluft, die Literaturwoche vom 1. bis 7. Juni, das Graal‑Müritz Music Collective und der Sandregenpfeifer als kleiner Vogel mit großem Schutzbedarf – das Heft für April bis Juni 2026, auf dem Titel die Dauerausstellung im Haus des Gastes.

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Rund um den »Windflüchter«

Herausgeber

Tourismus- und Kur GmbH Graal‑Müritz
Rostocker Straße 3 · 18181 Graal‑Müritz

038206 7030

Was ist los im Ort?

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»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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