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Sonnencremespender

Meer. Natur. Inspiration.

Solarbetriebener Sonnencremespender am Strandzugang 23 in Graal-Müritz, dahinter Dünen und DLRG-Turm
Foto: André Pristaff / Tourismus- und Kur GmbH Graal-Müritz

Kostenloser Sonnenschutz am Strand

Sonnenschutz, auch wenn die Creme zu Hause liegt

Die Tasche ist gepackt, die Kinder rennen schon zum Wasser — und die Sonnencreme liegt zu Hause im Bad. Für genau diesen Moment stehen seit dem letzten Sommer drei Spender an unserem Strand. Kostenlos, den ganzen Sommer über, an den meistbesuchten Zugängen.

Standorte

3Spender am Strand
kmSandstrand
Juni–Sept.jeden Sommer
kostenfrei für Gäste
100 %solarbetrieben

Als eines der ersten Ostseeheilbäder Deutschlands stellt Graal-Müritz seinen Gästen von Juni bis September kostenfrei Sonnencreme bereit. Drei solarbetriebene Spender verteilen sich über die fünf Kilometer Sandstrand, geben auf eine Handbewegung eine Portion aus und zeigen aktuelle Wetter- und UV-Informationen an.

Ein Griff genügt

Der Spender arbeitet mit Solarstrom und braucht weder Wand noch Steckdose — er steht dort, wo den ganzen Tag die Sonne liegt. Eine Handbewegung genügt, und er gibt eine Portion kostenlose Sonnencreme aus, mit hohem Lichtschutzfaktor, wasserfest und hypoallergen. Über eine Internetverbindung zeigt er außerdem aktuelle Wetter- und UV-Informationen an. Wie viel Schutz jemand tatsächlich braucht, hängt von mehr ab als von der Creme allein: vom Lichtschutzfaktor, vom gründlichen Auftragen, vom Nachcremen und von der Zeit in der Sonne. Ein Hinweis dazu findet sich direkt am Spender.

Fotos: André Pristaff / Tourismus- und Kur GmbH Graal-Müritz

Warum wir das tun

Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Übermäßige UV-Strahlung gehört zu den wichtigsten vermeidbaren Risikofaktoren. Regelmäßiges Eincremen mit ausreichendem Lichtschutzfaktor kann dazu beitragen, das Risiko UV-bedingter Hautschäden zu verringern — und gerät im Urlaubstrubel doch leicht in Vergessenheit. Ein Spender am Strandzugang bringt kostenfreien Sonnenschutz genau dorthin, wo er gebraucht wird, und erleichtert den Zugang.

Wer dahintersteckt

Gebaut werden die Spender von sundo, einem Unternehmen aus dem belgischen Kortrijk, das kostenlosen Sonnenschutz in ganz Europa aufstellt: an Stränden, in Städten, an Schulen und auf Festivals. 2021 von drei Freunden gegründet, betreibt es seine Spender heute an über tausend Orten in acht Ländern.

Der beste Sonnenschutz ist der, den man tatsächlich benutzt. In Graal-Müritz steht er bereit, wenn Sie ihn brauchen — auch an dem Tag, an dem die eigene Tube zu Hause geblieben ist.

Standorte

Hier stehen die Spender.

Spender
3 Standorte
an den meistbesuchten Strandzugängen
Saison
Juni bis September
Nutzung
kostenlos
eine Handbewegung genügt
Strand
5 km Sandstrand
zwischen Ostsee und Bodden

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal-Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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