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Meer. Natur. Inspiration.

© André Pristaff / TuK

Dauerausstellung »Joachim Weyrich | Malerei & Grafik«

· 10:00 Uhr · Haus des Gastes Graal‑Müritz

Grafik | Pastell- und Aquarellmalerei | Ölmalerei

Dauerausstellung »Malerei & Grafik« von Joachim Weyrich
Haus des Gastes

Joachim Weyrich, geboren 1945 in Apolda, Thüringen, war langjähriger Inhaber der Kunsthandlung »Die Truhe« in Graal‑Müritz. Als Autodidakt lernte er Zeichnen, Perspektive und Raumaufteilung von Grund auf und nahm an Malereikursen teil. In Rostock entwickelte er unter der Anleitung von Waldemar Krämer zeitgenössische Kunstwerke, die oft die Schönheit von Graal‑Müritz und seiner Umgebung widerspiegeln. Seine bevorzugte Arbeitsweise ist das Malen im Freien, wo er seine Eindrücke auf Papier oder Leinwand festhält. Mit einem breiten Repertoire an Techniken von Grafik über Pastell- und Aquarellmalerei bis hin zur Ölmalerei umfasst sein Werk Landschaften, Stillleben und Porträts. Seine künstlerische Anerkennung reicht weit über die Grenzen seines Heimatorts hinaus, wo er als Lehrer und Chronist des Ortes tätig war. Durch sein Engagement für die Kulturgüter von Graal‑Müritz und sein Wissen zur Geschichte des Ostseeheilbades hat er maßgeblich zur Erhaltung und Pflege des kulturellen Erbes beigetragen.

Geöffnet ist die Ausstellung im Rahmen der Öffnungszeiten des Hauses des Gastes in der Rostocker Straße 3 in Graal‑Müritz.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Montag, 12. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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