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In der Langen Straße und der Ribnitzer Straße stehen zwischen neueren Häusern niedrige Bauten mit Reetdach. Es sind Büdnerhäuser, sieben davon stehen unter Denkmalschutz.
Foto: André Pristaff (TuK) · Nutzungsrecht TuK
7unter Denkmalschutz
10Büdnereien am Handelsweg
12weitere Büdnereien 1815
18Büdner in Graal 1894
Foto: André Pristaff (TuK) · Nutzungsrecht TuK
Büdnerei
Zu einer Büdnerei gehörten ein kleines Wohnhaus, ein Garten und etwas Ackerland. Zum Leben reichte das selten, viele Familien mussten dazuverdienen. 1753 förderte der Herzog von Mecklenburg die Anlage solcher Stellen, um die Abwanderung vom Land zu bremsen. Nach der Ortschronik entstanden im selben Jahr am Handelsweg von Rostock zum Fischland zehn Büdnereien, fünf auf jeder Seite.
Zwölf weitere folgten 1815. Zwei Schriften von 1885 berichten, dass sechs Graaler Seeleute in der Franzosenzeit in Napoleons Flotte dienten und ihnen für die Heimkehr Grund und Bauholz in Müritz zugesagt wurden. Nach diesen Berichten entstand daraus am Waldrand die »Lange Reihe« mit den Büdnereien I bis XII.
Foto: André Pristaff (TuK) · Nutzungsrecht TuK
Alltag um 1894
Wie die Büdner lebten, beschreibt eine Landeskunde Mecklenburgs aus dem Jahr 1894. Für Graal zählt sie 18 Büdner, darunter einen Müller und einen Krüger. Müritz bestand damals »im älteren Theil aus Büdnereien, deren Eigenthümer sich mit Fischfang und Ackerbau beschäftigen«. Im Sommer nahmen sie Badegäste auf.
Geografische Lage
Denkmalgeschützte Büdnerhäuser in der Langen Straße und der Ribnitzer Straße