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Meer. Natur. Inspiration.

© Die Kaktusblüte (bereitgestellt)

Kabarett »Die Kaktusblüte«

»Doof sein ist schön«

· 20:00 Uhr · Haus des Gastes Graal‑Müritz

Wenn große Politik auf kleinen Alltagswahnsinn trifft, ist beste Kabarettunterhaltung garantiert – bissig, musikalisch und herrlich hintergründig.

Kabarett »Die Kaktusblüte«
»Doof sein ist schön«

Freitag, 30.10.2026 | 20 Uhr
Haus des Gastes in Graal‑Müritz

Die Zeiten ändern sich, mal mehr, mal weniger – und so widmet sich das Dresdner Kabarett »Die Kaktusblüte« diesmal erneut Themen, bei denen die große Politik und der alltägliche Schwachsinn aufeinandertreffen. Dabei kombinieren Friedemann Heinrich und Uwe Hänchen mit ihrer Pianistin Janka Scheudeck traditionelles Kabarett mit anspruchsvoller Unterhaltung.

Der Titel des Programms darf dabei gern doppeldeutig gesehen werden. Es gibt Dinge, die so unsinnig sind, dass sie einfach weggewischt werden sollten, und es gibt Dinge, die bewusst unter den Teppich gekehrt werden.

Die Kunst des Umgangs miteinander ist heute wirklich zu einer Kunst geworden, und so dreht sich das Programm unter anderem um Bildung und Schule und die damit verbundenen Auswüchse in unserer Gesellschaft. Ganz nach dem Motto: Wer nach allen Seiten offen ist, kann nicht ganz dicht sein.

Welche Antwort geben Schüler heute auf die Frage: »Was ist Demokratie?« Und gibt es überhaupt eine Antwort auf die Frage, ob ein Lehrer mit 67 die Kinder noch über die Straße bringen muss oder die Kinder dann den Lehrer?

Auch der traditionelle Stammtisch darf nicht fehlen, bei dem man diesmal erfahren kann, was in den Schulen so los ist und was passieren würde, wenn Mädchen und Jungs getrennt unterrichtet würden.

Dass sich Deutschlands beliebtestes Gesangsensemble, die »Humbsdorfer Haubenlerchen«, aufgrund des Lehrermangels als ein Verein von Quereinsteigern im Bildungsbereich entpuppt, wird sicher nicht nur den Musikinteressierten viel Spaß bereiten.

»Die Kaktusblüte« stellt sich aber auch anderen bewegenden Fragen, zum Beispiel, was man mit einer Bundesregierung macht, die nichts auf die Reihe bekommt, und sie bietet die ultimative Lösung, wie der Staat die ganzen in den letzten Jahren verteilten Hilfsgelder wieder zurückbekommt.

Wie immer ist das Ganze stachlig und scharfzüngig, humorvoll und hintergründig, einfach eine aktuelle Bestandsaufnahme, da der Alltag und die Politik immer wieder versuchen, das Kabarett zu überholen.

Eintrittspreis für Einwohner des Ostseeheilbades Graal‑Müritz & Gästekarteninhaber: 25,– € pro Person

Hinweis: Personen, die weder Einwohner des Ostseeheilbades Graal‑Müritz sind noch im Besitz einer Gästekarte, sind verpflichtet, zusätzlich zum Eintrittspreis eine Tageskurabgabe zu entrichten.

Karten sind im Vorverkauf im Haus des Gastes Graal‑Müritz (Rostocker Str. 3, 18181 Graal‑Müritz) oder im Infopunkt an der Seebrücke sowie an der Abendkasse erhältlich – solange der Vorrat reicht!

Onlineticketshop:
https://www.eventim-light.com/de/a/60f2af98fd5c7b2524ae5155/e/6a50cbb6b07ee010233e0372

Verkauf im eventim-light Ticketshop | Eintrittspreis: 26,87 € pro Person (inkl. Ticketgebühr)

Verkauf auf eventim.de und allen bekannten Vorverkaufsstellen | Eintrittspreis: 29,37 € pro Person (inkl. Ticket- & Vorverkaufsgebühr)

Veranstalter: Tourismus- und Kur GmbH Graal‑Müritz, Rostocker Str. 3, 18181 Graal‑Müritz | Tel.: 038206 7030 | events.graal-mueritz.de

Foto: Die Kaktusblüte (bereitgestellt)

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Freitag, 30. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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