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Meer. Natur. Inspiration.

© Danny Gohlke

Lesung: Friedhofsgeflüster oder warum Hühner das Sterben erschweren

· 19:00 Uhr · Stadtbibliothek Rostock

Lesung mit der Schwarzen Witwe – Zeitreise Anno 1898.

Wissen Sie was die Taube mit dem Tod zu tun hat oder was ein Leichenbitter ist? Übt der Tod auch für Sie eine gewisse Faszination aus und wollten Sie ihn schon immer einmal aus einer anderen Perspektive heraus betrachten?

Oder kennen Sie gar das Friedhofsgeflüster? Dann ist dieses Buch genau das Richtige für Sie. Tauchen Sie ein in eine Welt, die längst vergangen scheint und doch so nah ist. Erfahren Sie mehr über unsere Ahnen, deren Todesvorstellungen, Bestattungskultur und Beziehung zur Endlichkeit, und werden Sie Teil eines Mysteriums, welches uns doch früher oder später alle einholt. In diesem Buch wird altes und längst vergessenes Brauchtum neben uraltem Wissen verwahrt, wissenschaftlich fundiert und auf herzerfrischende Art mit einer ganz persönlichen Note der Autorin wiedergegeben.

Lesung in der Stadtbibliothek Rostock

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Donnerstag, 26. November

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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