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Meer. Natur. Inspiration.

© Willy Sluiter

Künstlerkolonie Katwijk

· 11:00 Uhr · Kunstmuseum Ahrenshoop

Wir laden dich ein, in das historische Fischerdorf Katwijk einzutauchen! Entdecke stimmungsvolle Gemälde niederländischer und deutscher Maler, die zu den großen europäischen Künstlerkolonien gehörten.

Das Fischerdorf Katwijk an der niederländischen Nordseeküste wurde schon im 17. Jahrhundert von Malern entdeckt. Doch erst nachdem sich 1856 Jozef Israëls, der sich zuvor in Barbizon – der Wiege der europäischen Künstlerkolonien – dort aufgehalten hatte, folgten viele andere, auch namhafte deutsche Maler. Die Sujets aus Katwijk sind vom schweren Tagewerk der Fischer und vom Leben im Dorf geprägt. Beliebte Themen waren die Katwijker Tracht, die Plattbodenboote und der Fischabschlag am Strand. Menschliche Figuren, nicht die Landschaft, dominieren eine äußerst stimmungsvolle, oft großformatige Malerei, die sehr viel Zeitkolorit vermittelt.

Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Museum Katwijk und dem Kunstkaten Ahrenshoop.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Samstag, 10. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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