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Meer. Natur. Inspiration.

© Dietrich B

Künstlerkolonie Katwijk – German Grobe (1857-1938)

· 10:00 Uhr · Kunstkaten Ahrenshoop

Diese Sonderausstellung widmet sich der niederländischen Künstlerkolonie Katwijk und rückt stimmungsvolle, figurenbetonte Malerei in den Fokus. Die ausgestellten Werke dokumentieren authentisch das raue Leben und den entbehrungsreichen Arbeitsalltag der Fischer an der Nordseeküste.

Katwijk aan Zee wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer bekannten Künstlerkolonie. Malerinnen und Maler zogen dorthin, um lichtdurchflutete Küstenmotive, das Meer, die Dünen und das niederländische Strandleben in einer hellen, impressionistischen oder naturalistischen Manier festzuhalten. Ein bekannter Vertreter dieser Künstlerkolonie war der deutsche Maler German Grobe. Er studierte in Frankfurt, Düsseldorf und München. Ab 1887 reiste er fünfzig Jahre lang jeden Sommer nach Katwijk aan Zee. Dort lernte er 1890 Max Liebermann kennen. Grobe machte sich einen festen Namen im Umfeld der dortigen Künstlerkolonie. In der Ausstellung werden unter anderem Marinebilder mit Muschelfischern, Fischerbooten, Strand- oder Meeresszenen präsentiert.

Die Malerei aus Katwijk zeichnet sich dadurch aus, dass nicht die weite Landschaft, sondern der Mensch im Zentrum der Bildkomposition steht. Die Künstler hielten das entbehrungsreiche Tagewerk der Küstenbewohner in teils großformatigen Gemälden fest. Die Ausstellung ist ein Projekt des europäischen Netzwerks EuroArt und entstand dank einer Kooperation zwischen dem Katwijks Museum, dem Kunstmuseum Ahrenshoop und dem Kunstkaten Ahrenshoop.

Adresse

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Ebenfalls am Samstag, 10. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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