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Meer. Natur. Inspiration.

© Kunsthalle Rostock

Hidden Place – Photographien Peter Brune & Friends – Hiddensee 1987-1989

· 11:00 Uhr
Kunsthalle Rostock

Der Sprung. Abheben in eine andere Dimension. Schwerelos zwischen Himmel und Erde. Schwarze Springerstiefel auf feinem weißem Sandstrand. Das ikonische Photo ist Sinnbild für den Sehnsuchtsort der Freiheit.

Drei Sommer auf Hiddensee. 1987 bis 1989 kellnert der Photograph Peter Brune auf der Insel. Trifft Gleichgesinnte, die Teller waschen, Klamotten nähen, Musik machen oder nichts. Fasziniert vom Lebensstil der unangepassten jungen Aussteiger photographiert Brune wie im Rausch einzigartige, intime Momentaufnahmen, die von Individualität, Rebellion, Freundschaft erzählen.

Seine unverwechselbare Bildsprache macht Brune zu einem der großen Dokumentar- und Porträtphotographen unserer Zeit. Die kontrastreichen schwarz-weiß Photographien aus den 80ern fangen das Lebensgefühl einer ganzen Generation ein. Mit radikaler Nähe und Direktheit schafft Brune kraftvolle Bilder, unmittelbar und berührend. Sein Werk ist ein universelles Zeitdokument.

Durch die Wiederentdeckung Peter Brunes frühen Oeuvres bei den Dreharbeiten zu Annekatrin Hendels Kinofilm »Hiddensee« (Premiere September 2026) entstand in seinem Freundeskreis die Idee, kollektiv eine Hommage zu kuratieren, die den unveröffentlichten Hiddensee-Zyklus aus heutiger Sicht und vielseitigen Perspektiven interpretiert.

Peter Brune lebt und arbeitet seit 25 Jahren in Tokio. Neben zahlreichen Ausstellungen in Berlin, Paris und Tokio wurden seine Fotografien in der taz, der Berliner Zeitung, Marie Claire Japon, Magazine House und Elle Japon veröffentlicht. Er arbeitete für Filmproduktionen des ORB und der BBC sowie für Theaterinszenierungen an der Volksbühne (Berlin), La Citerne (Paris) und dem Theatre Cocoon (Tokio).

Adresse

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Ebenfalls am Sonntag, 13. Dezember 2026

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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