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Meer. Natur. Inspiration.

© Mühlbauer

Filmvorführung: »Spione unter uns«

· 19:00 Uhr · Lichtspieltheater Wundervoll li.wu.

Böll-Montagskino & Gespräch | Moderation: Susan Schulz (Heinrich-Böll-Stiftung MV)

Wie weit gehen Menschen, um an der Macht zu bleiben? Mit der Staatssicherheit verfügte die DDR über einen mächtigen Geheimdienst zur Unterdrückung der eigenen Bevölkerung. Peter Keup, Historiker und ehemaliger Verfolgter der Stasi, stellt sich blinden Flecken in seiner Familiengeschichte. Die persönliche Aufarbeitung nimmt eine unerwartete Wendung, als er den Dialog mit Stasi-Offizieren sucht. »Spione unter uns« dokumentiert zum ersten Mal filmisch diese Gespräche: ein seltener Einblick in die Funktionsweise des Überwachungsstaates DDR.

Anschließendes Filmgespräch mit dem Historiker und Protagonisten Dr. Peter Keup.

Adresse

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Ebenfalls am Montag, 30. November

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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