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Meer. Natur. Inspiration.

© Ernst Schroeder

Ernst Schroeder (1928–1989)

· 11:00 Uhr · Kunstmuseum Ahrenshoop

Ausstellung des norddeutschen Malers und Zeichners Ernst Schroeder

Bis 1990 blieb das Werk des norddeutschen Malers und Zeichners Ernst Schroeder (1928–1989) in der Kunstöffentlichkeit weitgehend unbeachtet. Dabei wirkte er mit seinem nur kurzzeitigen Schaffen auf sein künstlerisches Umfeld im zerstörten Berlin der1950er Jahre als bedeutender Impulsgeber. Im Westteil der Stadt bei dem einstigen Expressionisten Max Kaus ausgebildet, kam er in den Osten und entwickelte im Kreis von Gleichgesinnten wie Harald Metzkes und Manfred Böttcher eine karge Bildwelt in erdigen Tönen, die als ehrliche, Verlassenheit und Sehnsucht nach dem Einfachen bekundende Antwort der damals jungen Generation auf die ideologischen Forderungen nach einer »lebensbejahenden« Kunst verstanden wurde. Unter Kennern gilt Schroeder heute als Kultfigur: Seine Kunst hat einen fast ikonischen Rang erlangt.

Adresse

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Ebenfalls am Samstag, 10. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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