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Meer. Natur. Inspiration.

© Archiv Runenhaus

»Die Sonne kommt wieder« Erich Theodor Holtz (1885–1956)

· 18:00 Uhr · Fischlandhaus Wustrow

Ausstellungseröffnung zum 70. Todestag des Wustrower Malers

Zum 70. Todestag des Wustrower Malers Erich Theodor Holtz (geboren 1985 in Storkow/Mark – gestorben 1956 in Wustrow) widmet das Fischlandhaus diesem Künstler eine umfassende Werkschau. Erich Theodor Holtz gehört zur zweiten Künstlergeneration, die die Landschaft auf der Ostseehalbinsel Fischland-Darß-Zingst nach dem Ersten Weltkrieg entdeckten. Inspiriert von dem Fleckchen Erde zwischen Bodden und Ostsee avancierte er fast zum reinen Landschaftsmaler. So hielt Holtz die Boddenlandschaft zu unterschiedlichen Jahreszeiten und Witterungen fest. Besonderes Interesse hatte er an der Erscheinung des Boddens und des Dorfes im Winter oder zur Übergangszeit. Das Meer und die Dünenlandschaft waren ihm dagegen zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten ein bildwürdiges Motiv. Im Zentrum der Ausstellung stehen stimmungsvolle Landschaften aus verschiedenen Schaffensphasen, die sein feines Gespür für Licht, Atmosphäre und die Eigenart des Fischlands eindrucksvoll widerspiegeln. Zudem werden erstmals Arbeiten aus seinem Frühwerk gezeigt.

Es spricht die Kuratorin Melanie Ohst von der Kunsthalle Rostock.
Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Fischlandhaus und der Kunsthalle Rostock.

Die Ausstellung selbst kann vom 06. November 2026 bis zum 11. April 2027 zu den regulären Öffnungszeiten besucht werden, der Eintritt ist frei.

Abbildung:
'Erich Theodor Holtz
Selbstporträt, 1948
Öl auf Leinwand
Privatsammlung
Foto: Archiv Runenhaus

Adresse

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Ebenfalls am Donnerstag, 5. November

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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