Zum Inhalt springen

Meer. Natur. Inspiration.

© Raoul Schoregge

Chinesischer Nationalcircus – ZENsation Chinas Grossmeister der Balance – Jubiläumsshow 2.000 Jahre Circusinnovation

· 20:00 Uhr
StadtHalle Rostock

Seit jeher stehen die chinesischen Akrobaten für die gelebte Einheit von Körper, Geist und Seele. Nicht von ungefähr zeichnen sich diese Ausnahmekünstler neben ihrem großen technischen Können auch durch ein besonderes Mindset aus, angeführt von der bedingungslosen Identifikation mit dem eigenen Handeln.

Ein chinesischer Handstandartist macht daher keinen Handstand, er ist der Handstand. Mit dem aktuellen Programm »ZENsation – Chinas Großmeister der Balance« will der Chinesische Nationalcircus all jenen preisgekrönten Nummern der Vergangenheit mit einer »Best of Show« ein Denkmal setzen. Die schönsten, spektakulärsten und berührendsten Akrobatiknummern der vergangenen Jahrzehnte – von jungen Talenten aus Chinas besten Circusschulen neu aufgelegt. Eine Kollage von Ausschnitten der 2000-jährigen Circus Historie Chinas vereint in einem neuen, emotionalen Showformat.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Montag, 28. Dezember 2026

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


Urlaubsmagazin bestellen Magazin online blättern