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Meer. Natur. Inspiration.

© Britt Schilling

Bachtage Rostock vom 9. bis 11. Oktober 2026

· 11:00 Uhr
Nikolaikirche Rostock

Festival mit der Musik von Johann Sebastian Bach

In der ganzen Welt widmen sich Vereine, Konzerthallen, Kirchengemeinden und Künstlerinnen und Künstler der Pflege der Musik von Johann Sebastian Bach. In vielen Regionen werden regelmäßig Bachtage oder Bachfeste organisiert und veranstaltet, um die Musik des Barockkomponisten und die daraus entstandenen neuen Kompositionen und Aufführungspraxen für ein breites Publikum generationsübergreifend erlebbar zu machen.
In der Hanse- und Universitätsstadt Rostock gibt es seit 2019 eine verstetigte Bachpflege in einem besonderen Format. Das Werk Johann Sebastian Bachs ist und bleibt von größtem kulturellem Wert für die gegenwärtigen und die künftigen Generationen und muss weiter durch Aufführungen in unterschiedlichsten Formaten und an alle Bevölkerungsschichten gerichtet gepflegt werden. In der größten Stadt des Landes Mecklenburg-Vorpommerns mit ihrer Tradition in Wissenschaft und Kultur haben die Bachtage in einem regelmäßigen Veranstaltungskalender ihren Platz gefunden.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Sonntag, 11. Oktober 2026

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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