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Meer. Natur. Inspiration.

© Schifffahrtsmuseum Rostock

Ausstellung REEDER, RUDER, SEEMANNSGARN

· 10:00 Uhr
Schifffahrtsmuseum Rostock

Jetzt eintauchen in die multimediale Dauerausstellung an Bord des Traditionsschiffes – mit spannenden Geschichten über das Wirken Rostocker Schiffbauer, Reederfamilien und Seeleute ab der Hansezeit.

Die Dauerausstellung »REEDER, RUDER, SEEMANNSGARN – Von Rostock in die Welt.« an Bord des Rostocker Schifffahrtsmuseums ist seit Juni 2023 für die Besucher eröffnet: eine beeindruckende multimediale Ausstellung zur Schiffbau- und Schifffahrtsgeschichte Rostocks und Mecklenburg-Vorpommerns.

Die Museumsbesucher erwartet eine spannende Reise durch die Seefahrtsgeschichte der Hansezeit sowie des 19. und 20. Jahrhunderts, begleitet von Geschichten über Rostocker Seeleute und Schiffbauer. Die Ausstellung thematisiert die Entwicklung des Schiffbaus mit Fokus auf Auftraggeber, Konstruktionen und Werften und hinterfragt auch, welche Ursachen den Auf- und Niedergang der maritimen Wirtschaft verursachten. Rund um die Schifffahrt erfährt der Museumsbesucher Wissenswertes über erste Seefahrtswege, Navigation, regionale Handelswaren und Schiffsmannschaften.

Die multimediale Reise durch den regionalen Schiffbau wird von neuesten Technologien begleitet, die in der Museumslandschaft Mecklenburg-Vorpommerns neue Maßstäbe setzen. Dank Augmented Reality wird der Museumsbesucher zur Gallionsfigur oder interaktive Medien- und Mitmachstationen bieten ein unvergleichliches Ausstellungserlebnis, das die Verbindung traditioneller Museumsarbeit mit innovativen Medientechnologien eindrucksvoll präsentiert. Die neu aufgelegte Museums-App »Schifffahrtsmuseum Rostock« begleitet Groß und Klein spielerisch durch die gesamte Ausstellung und verbindet digitale Informationen direkt mit dem analogen Ausstellungserlebnis.

Die Ausstellung erstreckt sich über das gesamte Deck 4 des Traditionsschiffes DRESDEN. Das jetzige Museumsschiff hat 1970 am Ufer der Warnow im heutigen IGA Park Rostock festgemacht und ist seitdem für Besucher geöffnet. Das Schiff selbst als größtes Exponat ist mit seinen originalen Räumen ein beeindruckender Zeitzeuge und fester Bestandteil des Kulturangebots der Hanse- und Universitätsstadt Rostock.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Sonntag, 11. Oktober 2026

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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