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Meer. Natur. Inspiration.

© Cyrus Mawlaee | migra e.V.

»Zwischen Schatten und Farbe« – Gemälde von Cyrus Mawlaee

· 09:00 Uhr · Kleine interkulturelle Galerie

Eine Ausstellung mit Gemälden von Cyrus Mawlaee aus Bergen auf Rügen.

Eine Ausstellung in der Kleinen Interkulturellen Galerie (Waldemarstr. 32, 18057 Rostock) von migra e.V. in Kooperation mit der Fachstelle Kulturelle Teilhabe Mecklenburg-Vorpommern. Träger der Fachstelle ist KulturLand MV. Die Ausstellung wird durch das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten MV aus Mitteln des Teilhabefonds gefördert. 

Eröffnung am Montag, den 14. September 2026 um 16.00 Uhr in Anwesenheit des Künstlers Cyrus Mawlaee. Marlen Kriemann von der Fachstelle Kulturelle Teilhabe Mecklenburg-Vorpommern und Brigitte Pleß vom Vorstand von migra e.V. werden die Ausstellung gemeinsam eröffnen. Die Ausstellungseröffnung wird musikalisch begleitet.

Cyrus Mawlaee wurde 1976 in Afghanistan geboren und schloss an der Universität Kabul ein Studium im Fach Malerei ab. Er engagierte sich sowohl in der Lehre als auch in der Ausbildung junger Künstlerinnen und Künstler im Bereich der bildenden Kunst und Malerei. In Afghanistan nahm er regelmäßig an den jährlichen Ausstellungen der Dozenten und Studierenden der Fakultät für Bildende Künste der Universität Kabul teil und präsentierte dort seine Werke. Nach der Machtübernahme der Taliban emigrierte Cyrus Mawlaee 2023 nach Deutschland und stellt seine Bilder erstmalig außerhalb Afghanistans aus.

Die Ausstellung »Zwischen Schatten und Farbe« präsentiert eine Reihe grafischer und posterisierter Werke, die sich mit visueller Ausdruckskraft, Form, Farbe und Emotion beschäftigen. Schatten und Farbe sind dabei nicht nur bildnerische Elemente, sondern auch Mittel zur Darstellung menschlicher Erfahrungen und Gefühle.

»Meine Werke spiegeln meine persönliche Geschichte, meine kulturellen Wurzeln und die Erfahrungen von Migration und Neuanfang wider. Mein Ziel ist es, einen Dialog zwischen Bild und Betrachter zu schaffen und Raum für persönliche Interpretationen zu eröffnen.«

Die Ausstellung kann vom 14. September bis zum 18. Dezember 2026 immer montags, mittwochs und donnerstags 9–12 Uhr & 13–16 Uhr, dienstags 13–16 Uhr und freitags 9–12 Uhr kostenfrei besichtigt werden. Auch Gruppenbesichtigungen sind möglich, wir bitten hierbei um vorherige Kontaktaufnahme.

Eine Anmeldung zur Eröffnung ist nicht nötig, kommen Sie gerne vorbei.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Montag, 12. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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