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Meer. Natur. Inspiration.

© Schlündelgründer

Weihnachtsmärchen der Schlündelgründer: »Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern«

· 19:00 Uhr · Stadtkulturhaus Ribnitz-Damgarten

Zum 30. Weihnachtsmärchen haben sich die Schlündelgründer etwas Besonderes einfallen lassen: Zum Jubiläum wird die Klosterkirche Ribnitz zur Bühne. Dort erwartet die Besucherinnen und Besucher eine rund 30-minütige Inszenierung, die für Kinder ab sechs Jahren und Erwachsene gleichermaßen geeignet ist.

Auf dem Programm steht »Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern« nach Hans Christian Andersen. Die Geschichte erzählt von einem armen Mädchen, das in einer kalten Winternacht versucht, Schwefelhölzer zu verkaufen. Beim Anzünden der kleinen Hölzer entstehen vor seinen Augen wundervolle Bilder voller Wärme, Licht und Hoffnung. Ein bewegendes Märchen über Mitgefühl, Menschlichkeit und die Kraft der Fantasie.

Vorstellungen in der Klosterkirche Ribnitz
Fr. 04.12. | 19.00 Uhr | Premiere
Sa. 05.12. | 17.30 Uhr und 19.00 Uhr
So. 06.12. | 16.00 Uhr und 18.00 Uhr
Sa. 12.12. | 17.30 Uhr und 19.00 Uhr
So. 13.12. | 16.00 Uhr und 18.00 Uhr

Tickets
Ab Ende Oktober in der Tourist-Information erhältlich.

Zum Jubiläum: Am 19. Dezember laden die Schlündelgründer außerdem zu einem öffentlichen Jubiläumsabend ins Stadtkulturhaus ein. Dort wird auf 30 Weihnachtsmärchen zurückgeblickt – mit Theater, Musik, Erinnerungen und Mitmachangeboten. Alle weiteren Informationen gibt es im separaten Veranstaltungseintrag zum Jubiläumsabend.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Freitag, 4. Dezember

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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