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Meer. Natur. Inspiration.

© Pascal Bünning

Ulrich Noethen: »Der große Schlaf« von Raymond Chandler

· 20:00 Uhr · Villa Papendorf

Ulrich Noethen rezitiert »Der große Schlaf« von Raymond Chandle. Eine einzigartige Konzertlesung. Noethen übernimmt die Rolle des berühmten Detektiv Marlow

Ulrich Noethen, Rezitation
Boulanger Trio, Klaviertrio 

»Der große Schlaf« von Raymond Chandler 

mit Musik von Astor Piazzolla, Friedrich Cerha, Pēteris Vasks und Dimitri Schostakowitsch 

»Der große Schlaf«, original The Big Sleep, ist Krimi-Klassiker des 20. Jahrhunderts und nie eingeholtes Highlight in der Geschichte des Krimis, ob als Roman oder als Film „Tote schlafen fest“ mit Humphrey Bogart. 

Irgendwo zwischen dem genialen Buch und dem kongenialen Film ist diese Konzertlesung angesiedelt. Ulrich Noethen leiht dem legendären Detektiv Philip Marlowe seine Stimme, und das Boulanger Trio nimmt die Stimmungen auf, die der Text freisetzt, ganz nach Raymond Chandlers Devise, »dass die Leser lediglich denken, sie würden sich nur für die Action interessieren, dass es aber im Grunde etwas anderes ist, was sie interessiert und was mich interessiert: das Erzeugen von Emotionen durch Dialoge und Beschreibungen.« 

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Freitag, 16. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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