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Meer. Natur. Inspiration.

© Foto von Chris Greenhow auf Unsplash

Natur- und Wildwoche in Graal‑Müritz

16. – 24. Oktober 2026

· 18:00 Uhr · Innerorts | 18181 Ostseeheilbad Graal‑Müritz

Neun Tage Wild aus der Rostocker Heide auf den Karten der Häuser in Graal‑Müritz – mit Auftaktfest im Rhododendronpark, geführten Wanderungen, Herbstmarkt und Fackelwanderung am Strand.

Natur- und Wildwoche in Graal‑Müritz | 16. – 24. Oktober 2026

Rund um Graal‑Müritz liegen etwa 12.000 Hektar Wald und Moor. Das Wild von dort kommt vom 16. bis 24. Oktober 2026 auf die Teller: Restaurants, Hotel- und kleine Küchen des Ortes kochen neun Tage lang Hirsch, Reh und Wildschwein aus der Rostocker Heide. Die Wege sind kurz, die Herkunft steht im Eintrag des jeweiligen Hauses.

Auf den Karten stehen etwa geschmorte Hirschkeule mit Preiselbeer-Jus und Kaspressknödel, Wildschweinbäckchen, Wild-Consommé mit Leberklößchen, Wildschwein-Bratwurst mit Birnen-Sauerkraut oder ein Wildburger auf die Hand. Neun Betriebe haben bislang zugesagt, weitere kommen dazu. Wer mitmacht und was gekocht wird, zeigt die Übersicht mit Karte und Anschrift unter www.graal-mueritz.de/wildwoche.

Programm:

  • Auftakt »Wilde Party« am Freitag, 16. Oktober, 18:00 Uhr im Rhododendronpark – Wildgulasch, Gegrilltes und Musik. Karten folgen in Kürze.
  • Geführte Wanderungen durch die Rostocker Heide und ins Große Ribnitzer Moor, mit Wissenswertem am Wegesrand.
  • Herbstmarkt im Rhododendronpark mit Produkten regionaler Erzeuger.
  • Filme und Lesungen über die heimische Flora und Fauna, für Kinder und Erwachsene.
  • Fackelwanderung am letzten Abend, gemeinsam am Strand.

Gut zu wissen: Gerichte bestellen und bezahlen Sie im jeweiligen Haus; ob eine Reservierung nötig ist, regelt jedes Haus selbst.

Themenseite – alle Informationen, Termine, Teilnehmer 

(Gastronomiebetriebe aus Graal‑Müritz und Umgebung können sich weiterhin kostenfrei anmelden.)

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Freitag, 16. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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