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Meer. Natur. Inspiration.

© Geschichtswerkstatt Rostock e.V., Foto: Andreas Günther

Rundgang: »7 auf einen Streich. Sagenhaftes Rostock« / Treff: Kröpeliner Tor

· 16:30 Uhr · Kröpeliner Tor

bei einem Spaziergang durch Rostocks Innenstadt Sagen und Legenden auf der Spur...

Die Besucher*innen der Führung erfahren unter anderem, warum der Teufel einen Jäger samt seiner Hundemeute holte, weshalb eine junge Frau dazu verdammt sein sollte, ständig Wasser zu trinken, und was es mit der Nase von Tycho Brahe auf sich hatte.
Diese und weitere Geschichten, auch um die Rostocker Zahl 7, bringt Birgit Wendt auf einem 90-minütigen Spaziergang durch die Rostocker Innenstadt näher.

Die ca. 90minütige Führung kostet 5 Euro (ermäßigt 4 Euro) pro Person.

Treffpunkt ist das Kröpeliner Tor.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Mittwoch, 14. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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