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Meer. Natur. Inspiration.

© Grafik: Cindy Schmid

Rigoletto

· 19:30 Uhr · Volkstheater Rostock - Großes Haus

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi / Libretto von Francesco Maria Piave / Nach dem Theaterstück »Le roi s’amuse« von Victor Hugo

Diese Oper enthält die vielleicht berühmteste Tenor-Arie der Welt: La donna e mobile. Mit ihr schmettert der Herzog von Mantua sein leichtfertiges, zynisches Frauenbild in die Welt – eingängig, brillant, und zugleich erschreckend oberflächlich.
Giuseppe Verdi sah in Victor Hugos Schauspiel Le roi s´amuse jedoch weit mehr als nur diese schillernde Figur: Der Stoff sei grandios, gewaltig, und er enthält eine Rolle, die eine der größten Schöpfungen ist, deren sich das Theater aller Länder und aller Zeiten rühmt. Gemeint ist die Figur des Hofnarren Rigoletto, die der Oper ihren Namen gab. Als Spötter am Hofe schützt er sich mit Hohn und Zynismus, macht sich zum Komplizen seines Herrn und hilft sogar bei dessen skrupellosen Liebesabenteuern. Denn der Adelige kennt keine Moral; nimmt sich heraus, was immer er will.
Aber was passiert, wenn der Duca erstmals Gilda sieht, Rigolettos Tochter, die dieser ängstlich vor jener Verderbtheit zu bewahren versucht? Plötzlich wird das Spiel des seelisch wie körperlich verwachsenen Hofnarren ein Kampf um Leben und Tod …

Regisseur Christian Poewe und Ausstatterin Wiebke Horn, die die umjubelte Tosca-Inszenierung auf die Bühne des Volkstheaters gebracht haben, kehren für die Saisoneröffnung des Musiktheaters nach Rostock zurück.

Adresse

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Ebenfalls am Samstag, 10. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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