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Meer. Natur. Inspiration.

© ostsee-kuestenbilder.de

Ortsführung durch das Ostseebad Ahrenshoop

· 10:00 Uhr · Kunstkaten Ahrenshoop

Spaziergang durch einen Ort voller Kunst, Natur und Tradition.

Begleite uns auf einem inspirierenden Spaziergang durch eines der schönsten Seebäder Deutschlands – malerisch gelegen auf einer schmalen Landzunge zwischen Bodden und Ostsee. Ahrenshoop ist ein Ort, an dem sich seit Generationen Kunst, Natur und Tradition auf einzigartige Weise begegnen und bis heute eine besondere, fast zeitlose Atmosphäre schaffen.

Die Highlights der Führung

• Die Wiege der Künstlerkolonie: Auf historischen Wegen folgen wir den Spuren der ersten Künstler, die Ende des 19. Jahrhunderts vom besonderen Licht und der rauen Schönheit der Landschaft angezogen wurden. Namen wie Paul Müller-Kaempff stehen für den Beginn einer kreativen Bewegung, die Ahrenshoop bis heute prägt.

• Architektur im Dialog der Zeiten: Entdecke die charakteristischen, rohrgedeckten Häuser des Ortes und erfahre, wie moderne Architektur – etwa das eindrucksvolle Kunstmuseum Ahrenshoop – die Tradition sensibel weiterentwickelt und neu interpretiert.

• Hohes Ufer: Ein Höhepunkt der Tour ist der weite Blick vom Steilufer über die Ostsee. Hier wird die Kraft der Natur spürbar, während wir Wissenswertes über die Küstendynamik und den stetigen Wandel dieser faszinierenden Landschaft teilen.

• Verborgene Schätze: Abseits der bekannten Wege öffnen sich kleine Ateliers und kreative Rückzugsorte. Wir geben Einblicke in das heutige Künstlerleben und zeigen Orte, die den besonderen Geist Ahrenshoops lebendig halten.

Länge: ca. 3 km

Empfehlung: Festes Schuhwerk und eine Kamera – denn die Eindrücke und Ausblicke bleiben unvergesslich

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Sonntag, 11. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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