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Sonntagskaffee und Buch – literarischer Jahresausklang zum 1. Advent

· 16:00 Uhr
Haus des Gastes Graal‑Müritz

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Literatur, Kaffee und Kuchen zum 1. Advent: Freuen Sie sich auf eine Lesung, die Auflösung des literarischen Tippspiels und die Auslosung der Gewinnerinnen und Gewinner bei »Gelesen in Graal‑Müritz« 2026.

Gelesen in Graal‑Müritz 2026 | Auflösung, Lesung und Auslosung

Sonntagskaffee und Buch – literarischer Jahresausklang zum 1. Advent

Am 1. Advent lädt das Haus des Gastes zu einer besonderen Ausgabe von Sonntagskaffee und Buch ein. Im Mittelpunkt stehen die Literatur, die Freude am Lesen und die literarischen Entdeckungen des vergangenen Jahres. Bei Kaffee, Tee und Kuchen klingt die Veranstaltungsreihe in anregender Atmosphäre aus.

Freuen Sie sich auf die Auflösung des literarischen Tippspiels und die Auslosung der Gewinnerinnen und Gewinner. Ein Nachmittag für alle, die Bücher lieben, gern Neues entdecken und Literatur in geselliger Runde genießen möchten.

Sonntag, 29. November 2026 | 16:00 Uhr
Haus des Gastes, Graal‑Müritz
Eintritt frei

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Sonntag, 29. November 2026

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

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»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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