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Meer. Natur. Inspiration.

© Kerstin Krüger

Kerstin Krüger »Maritime Poesie«

· 17:00 Uhr · Haus des Gastes

Ausstellungseröffnung

Die Künstlerin Kerstin Krüger zeigt in ihrer aktuellen Ausstellung eine vielseitige Auswahl an Aquarell- und Acrylgemälden. Inspiriert von der Schönheit der heimischen Umgebung und der Natur entstehen ihre Werke sowohl unter freiem Himmel als auch im Atelier. Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf eine abwechslungsreiche Präsentation freuen, die neben klassischen Malereien auch Arbeiten mit echtem Segeltuch umfasst. Dieses findet als bemalte Fläche oder als Collage seinen Platz in den Kunstwerken und verleiht ihnen einen besonderen maritimen Charakter. In ihrer Acrylmalerei begeistert Kerstin Krüger vor allem die intensive Farbigkeit des Materials. Dabei setzt sie sich mit Fläche, Form und Abstraktion auseinander. Gleichzeitig widmet sie sich mit großer Leidenschaft der Aquarelltechnik, die ihr die Möglichkeit bietet, feine Details und besondere Stimmungen einzufangen. Die Natur ist für die Künstlerin nicht nur Inspirationsquelle, sondern auch Materiallieferant. So finden sich immer wieder Fundstücke vom Strand in ihren Acrylbildern wieder und schaffen eine Verbindung zwischen Kunstwerk und Landschaft. Vor mehr als 13 Jahren machte Kerstin Krüger ihre Leidenschaft zum Beruf. Seitdem widmet sie sich hauptberuflich der Malerei und blickt auf einen erfüllenden künstlerischen Weg zurück. Die Kunst begleitet sie dabei bereits ihr ganzes Leben – von den ersten geraden Strichen bis hin zu den heute charakteristischen, frei geführten Linien ihrer Werke. Die Ausstellung lädt dazu ein, die Welt der Künstlerin zu entdecken und die Natur durch ihre besondere Sichtweise neu zu erleben. Bis zum 18. April 2027 kann die vielschichtige Werkschau von Kerstin Krüger zu den regulären Öffnungszeiten im Haus des Gastes Wustrow besucht werden.

Der Eintritt ist frei.

Titel der Abbildung: o.T.

Adresse

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Ebenfalls am Freitag, 23. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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