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Meer. Natur. Inspiration.

© Anne Dohrenkamp

Jürgen von der Lippe liest »Sextextsextett« – Comedy-Lesung

· 20:00 Uhr
StadtHalle Rostock

Jürgen von der Lippe, Jahrgang 1948, ist seit Jahrzehnten als erfolgreicher Meister humoristischer Feinarbeit und Moderator auf Bühnen und im Fernsehen unterwegs.

Seine letzten Bücher «Beim Dehnen singe ich Balladen», «Der König der Tiere», «Nudel im Wind» und «Sex ist wie Mehl» standen wochenlang auf der Bestsellerliste.
Wie bei allen vorherigen 15 Büchern werden die Fans ihren Spaß haben und die Nichtfans die zahlreichen sprachlichen Finessen, interessanten Fakten, geistreichen Apercus übersehen, ob absichtlich oder aufgrund kognitiver Schwäche, und sich über die genitalreferentiellen Stellen entrüsten.

Dazu bemerkte schon Goethe:
Ein jeder hört nur das, was er versteht.
Ansonsten halte ich es mit Schopenhauer:
Wollust im Akt der Kopulation. Das ist es.
Das ist das wahre Wesen und der Kern aller Dinge, das Ziel und Zweck alles Daseyns.

Das ist der universelle menschliche Zustand: Wollen, vorübergehende Befriedigung, Langeweile, weiteres Wollen. Die Genitalien sind der eigentliche Brennpunkt des Willens.

Adresse

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Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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