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Meer. Natur. Inspiration.

© Kunsthalle Rostock

Joséphine Baker & George Gershwin – ein Abend zwischen Paris, Jazz und großer Bühne

· 19:30 Uhr · Kunsthalle Rostock

Joséphine Baker wurde 1925 in Paris über Nacht zum Star. Mit ihrer außergewöhnlichen Bühnenpräsenz, ihrer Energie und ihrem unverwechselbaren Ausdruck prägte sie die Kunst- und Musikszene der 1920er Jahre weit über Frankreich hinaus. 1926 trat sie erstmals in Berlin auf und begeisterte auch dort das Publikum.

Auch George Gershwin ließ sich vom Lebensgefühl dieser Zeit inspirieren: Sein Werk An American in Paris gilt bis heute als musikalisches Porträt der französischen Hauptstadt und ihrer besonderen Anziehungskraft auf amerikanische Künstler:innen.

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums von Joséphine Bakers erstem Auftritt in Berlin widmet das Astoria Salonorchester ihr einen Abend voller Musik, Geschichte und Pariser Esprit. Im Mittelpunkt steht Baker als Künstlerin, Widerstandskämpferin, Bürgerrechtsaktivistin und prägende Kulturfigur des 20. Jahrhunderts. In Zusammenarbeit mit Arte ist der Film »Eine Amerikanerin in Paris« Hommage an Joséphine Baker & George Gershwin entstanden. Ausschnitte des Films sind am Konzertabend zu sehen. Professionelle Swingtänzer werden ebenfalls durch den Abend begleiten.

Konzert des Astoria Salonorchesters
Tickets hier erhältlich.

Adresse

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Ebenfalls am Freitag, 16. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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