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Meer. Natur. Inspiration.

© Andreas Labes

Ingo Schulze: »Das Wasser im August«

· 19:30 Uhr · Buchhandlung Hugendubel, Kröpeliner Str. 41, 18055 Rostock

Lesung & Gespräch | Moderation: Ulrika Rinke (Literaturhaus Rostock)

Eingeladen, um aus einem unfertigen Manuskript zu lesen, fährt der Erzähler im Juni 2025 nach Mecklenburg: jene seenreiche Landschaft, die er im Sommer 1979, von dem sein Lesungstext handelt, den »Norden« genannt hat. Damals stand das Leben für ihn offen, jetzt stellt ihn eine unerwartete Begegnung vor aufwühlende Fragen: War er zu jung und zu unbeschwert für die große Liebe? Sind nur Illusionen und Utopien verlorengegangen oder auch Hoffnungen, die einer Gegenwart fehlen, in der die Angst vor einem Krieg wieder real erscheint? 

Ingo Schulze, 1962 in Dresden geboren, ist immer wieder als Autor und Intellektueller hervorgetreten. Zuletzt erschien »Zu Gast im Westen. Aufzeichnungen aus dem Ruhrgebiet« (2024). Sein Werk wurde mit internationalen Preisen ausgezeichnet und ist in 32 Sprachen übersetzt.

Karten: 12 €/8,40 € erm. für Mitglieder des Literaturhaus Rostock e.V./Inhaber:innen einer Hugendubel Card, erhältlich bei Hugendubel und zzgl. Gebühr im Pressezentrum/bei mvticket.de

5 € erm. für Schüler:innen, Warnowpass-Inhaber:innen, Schwerbeschädigte, Inhaber:innen einer Ehrenamtskarte MV – Anmeldung s. Kulturticket

Studierende mit dem Kulturticket frei. Anmeldung: reservierung (at) literaturhaus-rostock(dot)de

Ort: Universitätsbuchhandlung Hugendubel, Kröpeliner Str. 41, 18055 Rostock

Eine Kooperationsveranstaltung von Universitätsbuchhandlung Hugendubel und Literaturhaus Rostock

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Freitag, 30. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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