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Meer. Natur. Inspiration.

© JP

Hörspiel-Lesung: Der Natur lauschen

· 20:00 Uhr · Bibliothek Kulturkaten Kiek In, Prerow

Eine sinnlich, unterhaltsame Geschichte.

Augen zu und Ohren auf. Sitzen Sie gerade am Meer? Hören Sie das Meeresrauschen? 
In einer fulminanten Hörspiel-Lesung geht es mitten hinein in die lebendige zirpende, gurrende, rauschende, singende natürliche Welt auf der Suche dem Ursprung der Musik und zum Kern dessen, was die Welt im Innersten zusammenhält. Seien Sie gespannt. Vergnüglich, erhellend, poetisch. Von und mit Jana Plewa.

Jeden Mittwoch 20:00 Uhr
Eintritt: 15,- €
Tickets an der Abendkasse vor Ort.
Ort: Bibliothek im Kulturkaten Kiek In, Waldstr. 42, 18375 Ostseebad Prerow

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Mittwoch, 14. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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