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© Friedrich-Ebert-Stiftung

Fachtag // Neue Weltordnung(en)? Globale Konflikte und Europas Rolle im Wandel

· 09:00 Uhr
Aula der Universität Rostock

Fachtag zu Sicherheit, politischen Ordnungen, Migration und den Perspektiven für Europa und den Ostseeraum

Kriege, geopolitische Machtverschiebungen und der wachsende Wettbewerb zwischen demokratischen und autoritären Systemen verändern die internationale Ordnung grundlegend. Europa steht vor der Aufgabe, seine Rolle in einer zunehmend unsicheren Welt neu zu bestimmen – zwischen sicherheitspolitischer Handlungsfähigkeit, wirtschaftlichen Interessen und dem Anspruch, demokratische Werte zu verteidigen. Welche Folgen haben diese Entwicklungen für den Ostseeraum und Mecklenburg-Vorpommern? Wie beeinflussen globale Konflikte Migration und gesellschaftlichen Zusammenhalt? Und welche Perspektiven eröffnen sich für das Land nach der Landtagswahl? Der Fachtag »Neue Weltordnung(en)? Globale Konflikte und Europas Rolle im Wandel« bringt Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis sowie Interessierte zusammen, um aktuelle Entwicklungen einzuordnen und über Europas Zukunft im Wandel zu diskutieren.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Diên Hồng – Gemeinsam unter einem Dach e.V., Universität Rostock und der Friedrich-Ebert-Stiftung Landesbüro MV.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Donnerstag, 5. November 2026

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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