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Meer. Natur. Inspiration.

© Michael Kestin

Edith – Chansons für die Ewigkeit

· 20:00 Uhr · Volkstheater Rostock, Kleine Komödie Warnemünde

Ein GeschichtenKonzert / Jacqueline Boulanger singt Edith Piaf / Piano: Robert Nersessov / Kontrabass: Michael Bahlk/Sebastian Sarfert

Die Lieder von Edith Piaf haben auch heute gar nichts von ihrem ursprünglichen Charme verloren. Sie spiegeln Sehnsucht wider, durch die immer auch Verzweiflung schimmert, handeln von Liebe, Glück und Abschied, kurz: von der menschlichen Existenz! Sie erinnern an eine unverwechselbare Stimme, an Meilensteine der Chanson-Kunst. An eine Frau, die sich mit verstörender Geschwindigkeit verausgabte und die stellvertretend für uns alle den Schrei der ganzen Erde ausstoßen konnte. Eine zu tiefst poetische Gestalt, die am Ende ihres Lebens alles gesagt haben wird, worauf es ihr ankam.

Jacqueline Boulanger, afro-französischer Herkunft, in Deutschland geboren, hangelt sich mit amüsanten, bewegenden Anekdoten durch das chaotische Leben und unermessliche Erbe der Königin des Chansons, deren Geschichte und Faszinationskraft nicht in einen Abend passen kann. Dafür ist die Sängerin eine musikalische Liaison mit dem Pianisten Robert Nersessov und dem Kontrabassisten Michael Bahlk/Sebastian Sarfert eingegangen. Das Trio haucht den Liedern der Piaf förmlich wieder neues Leben ein.

Adresse

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Ebenfalls am Donnerstag, 22. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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