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Meer. Natur. Inspiration.

© Bundesarchiv/Stasi-Unterlagen-Archiv

Bürgerberatung: Wie kann ich meine Stasi-Akte einsehen?

· 13:00 Uhr · Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen Untersuchungshaft der Staatssicherheit Rostock

Vor-Ort-Service zur Antragstellung auf Einsicht in die Stasi-Akten

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rostocker Stasi-Unterlagen-Archivs beantworten unter anderem Fragen zu den Themen:

• Antragstellung (auch Wiederholungsanträge)
• Einsichtnahme in Stasi-Akten
• Herausgabe von Kopien
• Entschlüsselung der Decknamen von Inoffiziellen Mitarbeitern (IM)
• Anonymisierung (Schwärzung)
• Antragstellung als nahe Angehörige von Verstorbenen
• Bildungsangebote
• Anträge für Forschung und Medien

Es können Anträge auf persönliche Einsicht in die Stasi-Unterlagen direkt vor Ort gestellt werden. Bitte bringen Sie für die Identitätsbestätigung ein gültiges Personaldokument mit.
Die Beratung ist kostenfrei.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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