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Meer. Natur. Inspiration.

© Sarah John

12. FREISPRUNG FESTIVAL – WEIßWASSERBERICHT

· 17:00 Uhr · Compagnie de Comedie, BÜHNE 602

Live-Video-Puppentheater ab 14 Jahren, Mit ROBERT RICHTER und KONRAD SCHREIER

Weißwasserbericht ist eine Stückentwicklung über Heimat, Verlust und das Suchen nach Zugehörigkeit, erzählt aus der Perspektive einer Nachwendegeneration in der Lausitz. Das Stück verwebt persönliche und gesellschaftliche Bruchlinien: Kapitalismus, Sozialismus, das Gefühl von Fremdsein – egal, wo man hingeht. Rico sucht nach einem Zuhause, doch findet stattdessen die verdrängte Wahrheit seiner Kindheit. 

Formal treffen Puppen und Objekte auf live- und vorproduzierte Videobilder, Trash trifft auf existenzielle Fragen. Es entsteht eine Bild- und Erzählwelt, die zugleich roh, poetisch und verstörend ist.

Reservierungen: 0381/ 203 60 84

Kartenvorverkauf in der BÜHNE 602

Warnowufer 55, 18057 Rostock

Mo – Fr von 10:00–12:00 Uhr

Fr von 14:00–18:00 Uhr

(Keine Kartenzahlung möglich)

oder Online:

www.mvticket.de/b602shop

Die Theaterkasse öffnet eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Freitag, 16. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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