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Meer. Natur. Inspiration.

© Sabrina Dawidowski

Workshop: Sorbische Bossiertechnik mit Sabrina Dawidowski

· 11:00 Uhr · Kunstmuseum Ahrenshoop

Die sorbische Bossiertechnik ist eine traditionelle Verzierungsmethode, die heute kreativ nicht nur auf Ostereiern angewendet wird.

In diesem Kreativworkshop haben Sie die Gelegenheit, Ihr ganz persönliches Kunstwerk zu entwerfen – mit einer Technik, die nicht nur wunderschön aussieht, sondern auch tief in der kulturellen Geschichte verwurzelt ist: die sorbischen Bossiertechnik.

Die Bossiertechnik ist eine kunstvolle Verzierungsmethode, die ursprünglich aus dem sorbischen Kulturraum stammt – einer slawischen Minderheit in der Lausitz. Traditionell wurde sie zur Gestaltung von Ostereiern verwendet, erlebt aber in den letzten Jahren eine kreative Renaissance. Bastelbegeisterte wenden sie heute auch auf andere Gegenstände an.

Der Begriff »bossieren« stammt vom französischen bossier, was so viel bedeutet wie »erhaben machen«. Genau das passiert bei dieser Technik: Mit flüssigem Bienenwachs werden Muster Punkt für Punkt auf die Oberfläche aufgetragen – mithilfe einer Nadel, eines Federkiels oder eines speziellen Werkzeugs. Dabei entstehen erhabene Ornamente, die sowohl farbig als auch naturbelassen sein können.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Freitag, 23. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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