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© Kurverwaltung Ahrenshoop

Tonnenabschlagen in Ahrenshoop

· 15:00 Uhr
Festplatz Ahrenshoop

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Traditionelles Volksfest und Wettkampf zu Pferde mit den Reiter:innen des Tonnenbundes Ahrenshoop, Alt- und Niehagen e.V.

Das traditionelle Tonnenabschlagen findet in Ahrenshoop jedes Jahr am dritten Sonntag im Juli statt. Es beginnt mit einem Festumzug der Reiterinnen und Reiter des des Tonnenbundes Ahrenshoop, Alt- und Niehagen e.V. durch alle Ortsteile. Beim Wettkampf auf dem Festplatz in Althagen am Nachmittag schlagen die Reiter:innen nacheinander auf geschmückten Pferden im Galopp mit einem schweren Holzknüppel auf ein in ca. 3 m Höhe aufgehängtes Heringsfass ein. Wer die letzte Stäbe abschlägt, wird zum Stäbenkönig:in ernannt und wer schließlich das letzte Stück der Tonne abschlägt, ist für ein Jahr der Tonnenkönig:in. Auf dem abendlichen Tonnenball werden die König:innen gewürdigt und mit Tanz bei Live-Musik bis in die Nacht gebührend gefeiert.

Adresse

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Ebenfalls am Sonntag, 18. Juli 2027

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

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»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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