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Meer. Natur. Inspiration.

© Heimatverband MV e.V.

Tag der Tracht 2026

· 14:00 Uhr · Haus des Gastes Graal‑Müritz

Tradition wird lebendig: Trachten- und Tanzgruppen präsentieren beim Tag der Tracht in Graal‑Müritz regionale Trachten und Tänze.

Am 18. Oktober 2026 wird beim Tag der Tracht in Graal‑Müritz regionale Tradition lebendig. Im Rahmen der Natur- und Wildwochen kommen Trachten- und Tanzgruppen aus verschiedenen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns und Schleswig-Holsteins zusammen und zeigen die Vielfalt traditioneller Trachten und Tänze.

Ein besonderer Hingucker wird die gemeinsame Fahrt der Trachtengruppen mit der TUKI-Bahn durch Graal‑Müritz. In ihren farbenfrohen Trachten ziehen die Gruppen durch den Ort und machen gelebte Tradition für alle sichtbar.

Ab 14 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher im Haus des Gastes ein öffentliches Bühnenprogramm mit traditionellen Tänzen und der Präsentation verschiedener regionaler Trachten.

Der Tag der Tracht lädt dazu ein, zu schauen, zu staunen und miteinander ins Gespräch zu kommen – und die kulturelle Vielfalt Mecklenburg-Vorpommerns ganz unmittelbar zu erleben.

Alle sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.


Unterstützt durch Kultur Land MV, finanziert aus Mitteln des Landes Mecklenburg-Vorpommern!

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Sonntag, 18. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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