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Meer. Natur. Inspiration.

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Sonntags im Seebad: Stadtführung durch Heiligendamm in der Nebensaison

· 10:15 Uhr · Treffpunkt Gästeführungen Heiligendamm

öffentliche Stadtführung durch das älteste deutsche Seebad von November bis April

Kommen Sie mit auf eine Reise durch die Geschichte des ältesten deutschen Seebades und lassen Sie sich verzaubern von der Weißen Stadt am Meer!


Unsere Führung beginnt in der Nebensaison sonntags um 10:15 Uhr am Eingang der Median-Klinik. Diese befindet sich unübersehbar schräg gegenüber vom Molli-Bahnhof.
Der 90minütige Spaziergang durch die Geschichte des ältesten deutschen Seebades umfasst die Strandpromenade mit den frisch sanierten und teilweise noch in Sanierung befindlichen Logierhäusern der »Perlenkette«, den Kurplatz mit dem Kurhaus, dem einstigen Badehaus, dem Grand Hotel und der Seebrücke.

Sofern nicht gerade eine Veranstaltung stattfindet, wird auch das Hotelgelände bis zur Orangerie und Burg »Hohenzollern« besucht. Die Führung endet um ca. 11:45 Uhr am Startpunkt.


Preise
10,00 € pro Person
9,00 € pro Person mit Kurkarte + RostockCARD
3,00 € pro Kind 6 -18 Jahre


Eine Anmeldung ist nicht nötig. Kommen Sie einfach zum Treffpunkt. Bezahlt wird (möglichst passend) in bar direkt beim Gästeführer.


Wir freuen uns auf Sie!

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Bild: M. Sander

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Sonntag, 1. November

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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