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Meer. Natur. Inspiration.

© Geschichtswerkstatt Rostock e.V., Andreas Günther

Rundgang: »Warnemünder Geschichte(n)« / Treff: Vogtei Warnemünde

· 15:00 Uhr · Vogtei Warnemünde

Ein Spaziergang durch das ehemalige Fischerdorf, bei dem Sie viel erfahren über Kapitäns- und Fischerhäuser, die Warnemünder Ursprünglichkeit u.v.m.

Die Geschichtswerkstatt Rostock lädt zum Rundgang »Warnemünder Geschichte(n)« ein.

Der Spaziergang führt durch das ehemalige Fischerdorf, das zum Seebad wurde und schnell die reine Badeidylle verlor. Gerd Hosch berichtet u.a. von Kapitäns- und Fischerhäusern, »Tüschen«, ortsansässigen Gaststätten und der Warnemünder Ursprünglichkeit, von der sich viel bewahrt hat.

Treffpunkt ist vor der Vogtei Warnemünde. Die Führung kostet 5 € (ermäßigt 4 €) pro Person.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Mittwoch, 21. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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