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Meer. Natur. Inspiration.

© Voigt & Kranz UG

Postkartenbörse in Ahrenshoop

· 14:00 Uhr
Strandhalle Ahrenshoop

Ahrenshoop und die Region auf alten Ansichtskarten entdecken: Bei der Postkartenbörse kannst du stöbern, kaufen, tauschen und mit anderen ins Gespräch kommen.

Wie sah Ahrenshoop früher aus? Welche Ansichten der Küste wurden als Urlaubsgruß verschickt? Historische Postkarten zeigen vertraute Orte aus einer anderen Zeit und laden dazu ein, die Geschichte der Region kennenzulernen.

Bei der Postkartenbörse kannst du alte Ansichtskarten kaufen, eigene Stücke tauschen oder einfach in Ruhe stöbern. Ergänzt wird das Angebot durch regionale antiquarische Literatur, historische Aufzeichnungen und alte Landkarten.

Ob du selbst sammelst, dich für die Ortsgeschichte interessierst oder während deines Urlaubs einen Blick in die Vergangenheit werfen möchtest: Hier kannst du mit anderen Gästen und Einheimischen über alte Ansichten und ihre Geschichten ins Gespräch kommen.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Samstag, 20. März 2027

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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