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Meer. Natur. Inspiration.

© Maren Winter

Peter Plüsch und der KDR

· 16:00 Uhr · Kornhaus Bad Doberan

Kindertheater (6+)

Peter und Pauline sind zwei ungemein plüschige Maulwürfe. Sie und ihre Kinder wühlen sich durchs Leben, in der Hoffnung hier und da etwas Knuspriges aufzuschnappen. Derweil tagt der KDR, eine geheimnisvolle Versammlung: der Kongress der Regenwürmer. Hier diskutieren die emsigen Erd-Experten über wichtige Fragen der Bodenkultur und wie man sich am effektivsten verlängern kann.

»Es gibt so viele Welten, auf der Erde, über der Erde und unter der Erde, und vermutlich noch viel, viel mehr«, bemerkt die Erd-Kröte Sibylle Warzenreich. Der Schau- und Puppenspieler Stephan Raetsch lädt herzlich ein, in diese Welten einzutauchen.

Ein Stück frei nach Erzählungen von Manfred Kyber mit Puppen, Apparaturen und Fundstücken für Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene, die sich verzaubern lassen möchten.

Die Spieldauer beträgt 66 Minuten, der Eintritt 5€.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Sonntag, 22. November

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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