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Meer. Natur. Inspiration.

© Wolfgang Köhler, Lutz Roeßler

Nick Wilder – VATERLIEBE -

· 20:00 Uhr · Grand Hotel Heiligendamm

Lesung und Gespräch

Vaterliebe ist eine mahnende Geschichte über die potenziell fatalen Folgen von Familiengeheimnissen, unbeantworteter Fragen und unerwiderter väterlicher Liebe und Zuneigung.

Was passiert, wenn ein Vater nicht lieben kann?

»Vaterliebe« ist keine leichte Geschichte – aber eine, die bleibt.

Angetrieben von seiner unerbittlichen Verzweiflung, die Liebe und Aufmerksamkeit seines den Holocaust leugnenden und die Nazis verehrenden Vaters zu gewinnen, trifft Alex von Stein die überraschende und mutige Entscheidung, ein wachsendes weltweites Netzwerk von Neonazi-Untergrundaktivitäten zu infiltrieren. Von nun an muss er jeden seiner Schritte mit äußerster Sorgfalt planen, um nicht zur tödlichen Zielscheibe zu werden. Je tiefer Alex in die dunkle Untergrundwelt der Hassgruppen eindringt, desto mehr ist er gezwungen, seine alte Identität aufzugeben und eine neue Persona anzunehmen, deren Werte er verabscheut. Schließlich zwingt ihn die Liebe dazu, zu dem Mann zurückzukehren, der er einst war – eine schwierige Aufgabe für einen Mann, der von seiner Arbeit und dem Streben nach der Zuneigung seines Vaters zerfressen ist.

Nach einer gefährlichen, aber aufregenden Karriere wird er mit den dunkelsten Familiengeheimnissen konfrontiert, von denen abhängt, ob er auf der Suche nach der ungeschminkten Wahrheit den Tod ein letztes Mal überlisten kann.

»Vaterliebe« ist keine leichte Geschichte – aber eine, die bleibt.Lass dich von einer eindringlichen Geschichte berühren, die lange nachhallt.

Buch für 25,00 € | Lesung mit Buchverkauf und Signierstunde im Anschluss. 

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Freitag, 23. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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