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Meer. Natur. Inspiration.

© M. Osterburg

Musikalische Lesung »Hildegard Knef«

· 17:00 Uhr · Roter Pavillon, Bad Doberan

mit Mandy Osterburg und Rainer Brauer (Piano)

»… Mir sollten sämtlilche Wunder begegnen. Die Welt sollte sich umgestalten und ihre Sorgen für sich behalten…«

Hildegard Knef (1925–2002), ein Weltstar, Grand Dame, Femme Fatale, unangepasst, unerhöhrt, unvergessen, rauchige Stimme, Berliner Akzent …

Mandy Osterburg und Rainer Brauer (Piano) erzählen in dieser musikalischen Lesung von den Höhen und Tiefen einer beeindruckenden Frau. Erleben Sie Hildegard Knefs Anekdoten, ihre Texte, ihre Lieder, ihre Musik…

Am Samstag 17.10. um 17.00 Uhr im Roten Pavillon

Eintritt 15 €, Anmeldung möglich unter Tel. 0170–23 088 24

In der Ausstellung »Metamorphose – Dachschindel zu Kunstwerk«. 

Der Rote Pavillon hat in den vergangenen Monaten ein neues Dach bekommen. Mehrere der teilweise verrotteten und bemoosten Holzschindeln des alten Dachs konnten gerettet werden. Künstler des Kunstvereins und andere mit dem Roten Pavillon verbundene bildende Künstler haben diesen ein neues Leben gegeben – als Kunstwerke. So unterschiedlich die beteiligten Künstler arbeiten, so vielfältig sind deren Werke: Malerei, Grafik, Collage, Skulptur. Alles mit und auf Holzschindeln.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Samstag, 17. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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