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Meer. Natur. Inspiration.

© Moritz Götze

Moritz Götze – Götze und Marcks

· 11:00 Uhr
B14 Gerhard Marcks Künstlerhaus

Die Ausstellung »Moritz Götze – Götze und Marcks« in der Galerie Alte Schule Ahrenshoop widmet sich einem faszinierenden künstlerischen Dialog über Epochengrenzen hinweg. In Kooperation mit dem Gerhard Marcks Künstlerhaus treffen die farbgewaltigen, pop-artigen Werke des Hallenser Künstlers Moritz Götze auf den Geist des klassischen Modernisten und Bildhauers Gerhard Marcks.

Unter dem Titel »Moritz Götze – Götze und Marcks« präsentiert die Galerie Alte Schule Ahrenshoop eine außergewöhnliche Begegnung zweier prägender Künstlerpersönlichkeiten. Die in enger Kooperation mit der Galerie Alte Schule konzipierte Ausstellung schlägt eine Brücke zwischen der klassischen Moderne der 1920er Jahre und der zeitgenössischen deutschen Kunst. Im Zentrum steht die visuelle Auseinandersetzung des renommierten Pop-Art-Künstlers Moritz Götze mit dem Erbe des Bildhauers und Bauhaus-Meisters Gerhard Marcks.

Ahrenshoop als verbindendes Element

Beide Künstler teilen – trotz ihrer unterschiedlichen historischen Einordnung – eine tiefe Verbundenheit zur Ostseeküste und zur Künstlerkolonie Ahrenshoop. Gerhard Marcks (1889–1981) fand hier ab den späten 1920er Jahren im nahen Niehagen am Bodden einen essenziellen Rückzugsort für sein Schaffen. Moritz Götze, 1964 in Halle (Saale) geboren, setzt sich in seinem Werk immer wieder intensiv mit der deutschen Geschichte und spezifisch mit dem »Mythos Ahrenshoop« auseinander.

Tradition trifft auf Gegenwart

Die Kooperation mit dem Gerhard Marcks Künstlerhaus ermöglicht es, die Arbeiten Götzes in einen direkten inhaltlichen Kontext zu Marcks' Wirken in der Region zu stellen. Die Ausstellung hinterfragt dabei, was von den Ideen der frühen Avantgarde geblieben ist und wie diese von der zeitgenössischen Kunst neu bewertet, zitiert und weiterentwickelt werden. »Götze und Marcks« ist nicht nur eine Hommage an einen der bedeutendsten deutschen Bildhauer des 20. Jahrhunderts, sondern vor allem ein vitaler Beweis dafür, dass der künstlerische Geist Ahrenshoops bis heute eine ungebrochene Inspirationsquelle darstellt.

Adresse

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Ebenfalls am Dienstag, 13. Oktober 2026

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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