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© Foto von Jeremy Yap auf Unsplash

Mittwochskino

3. März 2027 | Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren (Dokumentarfilm)

· 19:00 Uhr
Haus des Gastes Graal‑Müritz

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Trailer

In entspannter Atmosphäre präsentieren wir Filmklassiker, Kultfilme und besondere Filmperlen auf großer Leinwand.

Mittwochskino im Haus des Gastes Graal‑Müritz

Mittwoch, 3. März 2027 · 19:00 Uhr
Haus des Gastes
Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren
Deutschland / Schweden 2025 · 103 Minuten · FSK 12 · Dokumentarfilm

Siebzig Jahre lang lagen sie verborgen im Wäscheschrank ihres Schlafzimmers: die Kriegstagebücher, die Astrid Lindgren zwischen 1939 und 1945 führte, lange bevor sie mit »Pippi Langstrumpf« und »Ronja Räubertochter« weltberühmt wurde. Erst 2015 veröffentlicht, zeigen sie eine hellwache Chronistin und frühe Feministin, die den Aufstieg der Diktaturen mit Sorge und Abscheu betrachtete. Regisseur Wilfried Hauke verbindet die Aufzeichnungen mit Spielszenen und Gesprächen mit Lindgrens Tochter, Enkelin und Urenkel zu einem eindringlichen dokumentarischen Porträt – ein Appell für Mitmenschlichkeit und Frieden.

Deutsch-schwedische Co-Produktion (dokumentarische Teile teils in schwedischer Originalfassung).

Veranstalter: Tourismus- und Kur GmbH Graal‑Müritz, Rostocker Str. 3, 18181 Graal‑Müritz | 038206 7030 | events.graal-mueritz.de

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

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»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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