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Meer. Natur. Inspiration.

© Foto von Jeremy Yap auf Unsplash

Mittwochskino

21. Oktober 2026 | Das geheime Leben der Bäume

· 19:00 Uhr · Haus des Gastes Graal‑Müritz

Mittwochskino im Haus des Gastes Graal‑Müritz
In entspannter Clubkinoatmosphäre präsentieren wir Filmklassiker sowie Kult- und besondere Filme – und das auf einer großen Leinwand.

Mittwoch, 21. Oktober 2026 · 19 Uhr
Haus des Gastes
Das geheime Leben der Bäume
Deutschland 2020 · 101 Minuten · FSK 0 · Dokumentarfilm (im Rahmen der Wildwoche)
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=HlXmw3Lxy-E

Förster und Bestsellerautor Peter Wohlleben zeigt den Wald als das, was er wirklich ist: ein kommunizierendes Netzwerk aus Lebewesen, die einander stützen, erinnern und miteinander verbunden sind. Regisseur Jörg Adolph begleitet ihn auf Reisen nach Schweden zum ältesten Baum der Erde, ins kanadische Vancouver und zu den Protesten im Hambacher Forst – mit spektakulären Naturaufnahmen von Jan Haft. Nach dem millionenfach verkauften Sachbuch.

Veranstalter: Tourismus- und Kur GmbH Graal‑Müritz, Rostocker Str. 3, 18181 Graal‑Müritz | 038206 7030 | events.graal-mueritz.de

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Mittwoch, 21. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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