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Meer. Natur. Inspiration.

© Steffen Suuck

MIEDREICH & SYDOW – Männer von Welt

· 20:00 Uhr
Compagnie de Comedie, BÜHNE 602

Was ist deutsch? Goethe und Schiller? Merz und April? Hinz und Kunz?

Kabarett mit Christian Miedreich und René Sydow

Wo Dichter und Denker verstummt sind, müssen die Satiriker eingreifen und eine Bestandsaufnahme der deutschen Seele liefern. Christian Miedreich und René Sydow spielen in ihrem ersten gemeinsamen Kabarettprogramm deutsche Archetypen und solche, die es werden wollen. Vom schwäbischen Familienvater bis zum Kioskbesitzer aus dem Ruhrpott, vom Schönheitschirurgen bis zum Taxifahrer aus – nun – wahrscheinlich jeder Großstadt. Vielleicht schauen auch historische Prominente vorbei. Vielleicht wird es entlarvend, vielleicht bitter, so oder so wird es politisches Kabarett mit deutscher Gründlichkeit, aber ohne Deutschtümelei, schließlich sind die beiden Satiriker ja Männer von Welt.

Und wenn Sie als Nicht-Deutscher das Gefühl haben, dass Ihnen diese Typen bekannt vorkommen, dann wäre es möglich, dass wir Europäer vielleicht doch mehr miteinander gemein haben, als es auf den ersten Blick scheint.

Reservierungen: 03 81/ 203 60 84

Kartenvorverkauf:

BÜHNE 602, Warnowufer 55, Rostock

Mo – Fr von 10:00–12:00 Uhr

Fr von 14:00–18:00 Uhr

(Keine Kartenzahlung möglich)

oder Online:

www.mvticket.de/b602shop

Abendkasse ist 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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