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Meer. Natur. Inspiration.

© Marco Borggreve

»Adventskonzert« – Maurice Steger, Flöte, Hille Perl, Viola da Gamba, Michael Freimuth, Laute.

· 20:00 Uhr
Villa Papendorf

Adventskonzert mit feinster Barockmusik. Maurice Steger, der große Star der Flöte, überzeugt weltweit

Maurice Steger, Flöte
Hille Perl, Viola da Gamba
Michael Freimuth, Laute 

 »Adventskonzert« 

Feinste Barockmusik

Georg Philipp Telemann (1681–1767): Sonatine a-Moll für Blockflöte & b.c., TWV41:a4

Anonymus: – A Jacobean Masque

Zusammengestellt von Robert Johnson, Giovanni Coperario und Sir Nicolas le Strange

  • The Temple Anticke
  • Gray’s Inn or Coperaree

Henry Purcell (1659–1695): – Rondeau für Blockflöte & b.c. aus: Abdelazer Z. 570, London 1690

  • The Furies

Santiago de Murcia (1673–1739) : – Preludio Grave

 - Giga (nach Corelli op.5./3) aus: » Passacalles y Obras de Guitarra 1732« (British Library)

Arcangelo Corelli (1653-1713).: Sonate G Dur op. 5 Nr. 11 für Blockflöte & b.c

Pause

Jacob van Eyck (um 1590–1657): Engels Nachtegaeltje aus der Fluyten Lust hof 

Gottfried Finger (ca. 1660-1730): A Ground für Blockflöte & b.c. aus Quarante Airs anglois pour la flute, Livre troisieme

Giovanni Pandolfi Mealli (um 1660): Sonata La Bernabea op. 4 Nr. 1

Christopher Simpson (ca. 1605-1669): Prelude und Divisions upon a Ground in e

Arcangelo Corelli (1653–1713): Sonate Nr. 12 opus 5 Variationen über die altspanische Sarabande »La Follia«

Maurice Steger

Dass Maurice Steger als «Paganini», «Hexenmeister», «The world’s leading recorder player» oder der «elektrisierende und beflügelnde Dirigent» betitelt wird, ist somit nicht überraschend. Um solch hohen Erwartungen gerecht zu werden, bedarf es nicht nur Stegers erstaunenswerter Technik, sondern auch Charisma, Intellekt und einem ganz besonderen Feingefühl für die Musik. 

All dies zeigt Maurice Steger in verschiedensten Konzertformaten auf der ganzen Welt. Regelmäßig kann man ihn als Solist, Dirigent oder in Doppelfunktion sowohl mit den tonangebenden Original Klangensembles wie der Akademie für Alte Musik Berlin, La Cetra Barockorchester Basel, Venice Baroque Orchestra, The English Concert, Il Pomo d’oro oder I Barocchisti, als auch mit modernen Orchestern, wie u.a. dem Zürcher Kammerorchester, dem hr Sinfonieorchester Frankfurt, den Violons du Roy aus Kanada, dem Münchner Kammerorchester, der NDR Radiophilharmonie oder dem Musikkollegium Winterthur, erleben. Dabei ist es immer wieder erstaunlich, dass all diese Klangkörper nach einer Arbeitsphase wie verwandelt klingen, klanglich sensibel und individuell, immer historisch informiert und spielfreudig ausdrucksstark im Hier und Jetzt. Kammermusik nimmt ebenfalls einen hohen Stellenwert im breiten Spektrum von Maurice Stegers künstlerischer Tätigkeit ein. Mit befreundeten Musikern, wie Hille Perl, Rachel Podger, Avi Avital, Daniele Caminiti, Sebastian Wienand, Diego Fasolis, Sol Gabetta oder auch dem französischen Cembalisten Jean Rondeau, widmet er sich immer wieder neuem Repertoire aus vergangenen Zeiten. 

Maurice Steger liebt den Austausch mit verschiedenen Kulturen und das Kennenlernen anderer Arbeitsweisen und Interpretationsansätze, sodass Nicht nur in Europa sondern in der ganzen Welt konzertiert, unterrichtet und als Juror tätig ist. Tourneen durch Nord und Südamerika, Asien und Australien führten ihn u.a. mit dem Australian Orchestra oder dem Malaysia Philharmonic Orchestra zusammen. Das traditionelle Taipei Chinese Orchestra lud ihn als ersten westlichen Flöten-Solisten ein. Von besonderer Bedeutung ist auch sein musikpädagogisches Engagement. 

Durch seinen nie gestillten Wissensdurst gelingt es Steger immer wieder zu zeigen, wie viel es in der Barockmusik noch zu entdecken gibt. Regelmäßig spürt Steger barocken und frühklassische Raritäten auf, dirigiert und spielt diese oder veröffentlicht sie auf CD. Dafür wurde Maurice Steger vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Karajan Preis oder dem ECHO-Klassik. Maurice Steger hat der Blockflöte aber auch ungehörten Orchesterjuwelen zum Comeback verholfen hat, wie zuletzt der Fernsehsender Arte in einer Dokumentation gezeigt hat. 

Hille Perl

Musikerin und Gambistin. Sie spielt Musik, seit sie denken kann. Für sie ist Musik das wichtigste Mittel der zwischenmenschlichen Kommunikation, präziser, intensiver und unverwechselbarer als Sprache und von größerer emotionaler Bedeutung als jede andere Erfahrung außer der Liebe. Für sie ist Musik nicht nur ein Mittel, Vergangenheit und Zukunft zu verbinden, sondern auch ein Weg, die widersprüchlichsten Aspekte des Lebens sozial zu integrieren. 

Sie bereist die Welt, gibt Konzerte und nimmt CDs mit verschiedenen Gruppen auf oder spielt Solokonzerte, meist im Bereich der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts, lässt sich aber auch von der Musik an Orte führen, von denen sie nie zu träumen gewagt hätte. 

Wenn sie nicht gerade auf Reisen ist, lebt sie mit ihrer Familie und ein paar Hühnern, Pferden, Katzen und Kaninchen auf einem Bauernhof in Norddeutschland. 

Mit Leidenschaft unterrichtet sie ihre Studierenden an der Hochschule für Künste in Bremen über Musik, Gambe und wie man nicht neidisch wird, wenn jemand besser spielt als man selbst. 

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Samstag, 12. Dezember 2026

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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