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Meer. Natur. Inspiration.

© Georg Scharnweber

Historische Stadtführung mit dem Rostocker Henker

· 20:00 Uhr · Rostocker Rathaus

Erleben Sie Rostock von seiner dunklen Seite und begleiten Sie den Rostocker Henker auf einem unterhaltsamen Rundgang zu seiner Tätigkeit.

Erfahren Sie dabei allerlei Kurzweiliges und Kurioses über seine vielfältigen Aufgaben, die damalige Gerichtsbarkeit und Bestrafungen. Was war die Spatzensteuer, das Hundeschlagen oder das »Ausbringen der Priveten« und warum mußte das »Haar von den Straßen«?
Der Henker wird Ihnen auch von spannenden Kriminalgeschichten Rostocks berichten können. Und ist Ihnen eigentlich schon einmal aufgefallen, wie viele mittelalterliche Folter- und Todesarten in unseren heutigen Sprachgebrauch gelangt sind, ohne das wir uns dessen bewußt sind? Sie werden staunen!

Treff und Beginn: 20:00 Uhr vor dem Rostocker Rathaus (es ist ratsam, sich vorher anzumelden, um sich zu versichern, dass die Führung am besagten Termin auch stattfindet)

Voranmeldungen und Informationen telefonisch unter: 0381 / 206 90 32 oder 0176 / 21 99 56 83

PS: Sie können den Rundgang selbstverständlich auch exklusiv an allen Wochentagen und zu jeder Uhrzeit für Ihre Feier oder Gruppe buchen.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Samstag, 17. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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