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Meer. Natur. Inspiration.

© Harald Hoffmann | haraldhoffmann.com

Hans Gerzlich »Ich hatte mich jünger in Erinnerung«

· 20:00 Uhr · Haus des Gastes Graal‑Müritz

Hans Gerzlich hat nachgerechnet: Von seiner Rente kann er komfortabel leben – elf Tage lang.

Hans Gerzlich »Ich hatte mich jünger in Erinnerung«
25. März 2028 | 20 Uhr
Haus des Gastes in Graal‑Müritz

Programminfo

Ich hatte mich jünger in Erinnerung
Ein Best Ager in der Blüte des Verfalls

Hans Gerzlich ist entsetzt, als er plötzlich feststellt, dass er im gleichen Jahr geboren ist wie … alte Leute. In den Werbepausen seiner Lieblingssendung werden keine verführerischen Aftershaves und rasante Sportwagen mehr angeboten, sondern Granufink, Voltaren und Wärmepflaster.

Außen 50, innen 20, fragt er sich »Wann fängt das Leben endlich an?« – da schneit aber schon wieder die »Persönliche Renteninformation« ins Haus. Der frischgebackene Best Ager hat ausgerechnet: Wenn er mit 67 in Rente geht, kann er davon recht komfortabel leben – für elf Tage. Deshalb hofft er auf Erhöhung des Flaschenpfands.

Aber auch über das Verdrängen des eigenen Ablebens denkt er nach. Über verpasste Chancen, dafür zunehmende Gelassenheit, wie eine neue Altersethik aussehen müsste, in der Wirtschaftlichkeit zwar eine Rolle, aber nicht die 1. Geige spielt – und welche Sprache er am besten noch lernt, um sich später mit seiner Pflegekraft verständigen zu können.

Bei diesem Kabarettprogramm werden Sie sich kringelig lachen, wenn Sie 50 sind, mal 50 waren – oder vorhaben, irgendwann 50 zu werden. Aber Achtung: Sie werden anschließend schon wieder zwei Stunden älter sein und etliche Lachfalten mehr haben.

Auszeichnungen

Gelsenkirchener Kabarettpreis 2017 (Ehrenpreis)
»Wir geben ihn dir lieber jetzt schon mal – wer weiß, wie viel Zeit dir noch bleibt.« Aus der Laudatio

Bottroper FrechDAX 2015
»Gerzlichs Kabarett ist ein satirischer Keulenschlag der Extraklasse, mit dem er unsere schöne neue Arbeitswelt brutal demaskiert.« Aus der Laudatio

Paulaner Solo+ 2014 (Jury- und Publikumspreis)
»Bitterböse Einblicke, ein Gag jagte den anderen, es blieb kaum Zeit zum Luftholen. Gerzlich beweist: Wirtschaft kann witzig sein!« Aus der Jurybegründung

Schwäbischer Kabarettpreis 2013
»Gerzlich liefert uns nicht weniger als die brillante Analyse von Ursache und Wirkung im Zusammenspiel von Staat, Gesellschaft und Individuum. Und das Ganze auch noch saukomisch!« Aus der Laudatio

Münsterländer Kabarettpreis 2012 (Jurypreis)
»Sehr souverän und mit großer Entspanntheit beweist Hans Gerzlich, dass man auch im Sitzen eine aufrechte Haltung haben kann.« Aus der Jurybegründung

Pressestimmen

Badische Zeitung — Denn der Kopf lacht mit: Kabarett der intellektuellen Art.

Neue Rhein Zeitung — Intelligent, witzig und manchmal sogar bitterböse.

Rheinische Post — Die gehobene Form des Genres.

Eintrittspreis für Einwohner des Ostseeheilbades Graal‑Müritz & Gästekarteninhaber:

Vorverkauf: 26,– € pro Person
Abendkasse: 28,– € pro Person

Hinweis: Personen, die weder Einwohner des Ostseeheilbades Graal‑Müritz sind noch im Besitz einer Gästekarte, sind verpflichtet, zusätzlich zum Eintrittspreis eine Tageskurabgabe zu entrichten.

Karten sind im Vorverkauf im Haus des Gastes Graal‑Müritz (Rostocker Str. 3, 18181 Graal‑Müritz) oder im Infopunkt an der Seebrücke sowie an der Abendkasse erhältlich – solange der Vorrat reicht!

Onlineticketshop | Onlineticketshop

Verkauf im eventim-light Ticketshop | Eintrittspreis: 27,90 € pro Person (inkl. Ticketgebühr)
Verkauf auf eventim.de und allen bekannten Vorverkaufsstellen: 30,50 € pro Person (inkl. Ticket- & Vorverkaufsgebühr)

Veranstalter: Tourismus- und Kur GmbH Graal‑Müritz, Rostocker Str. 3, 18181 Graal‑Müritz | Tel.: 038206 7030 | events.graal-mueritz.de

Foto: © Harald Hoffmann

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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