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Meer. Natur. Inspiration.

© Jens Koch

Götz Alsmann: »Gut, Besser, Banjo«

· 20:00 Uhr · Villa Papendorf

Götz Alsmann und Chris Hopkins bieten eine musikalische Reise von Ragtime bis Hot Jazz mit Banjo und Klavier. Alsmann präsentiert seine historisches Banjos

Götz Alsmann, Banjo und Moderation
Chris Hopkins, Klavier 

»Gut, Besser, Banjo« 

In den frühen Tagen des Ragtime, des Pre-Jazz und des Hot Jazz, also etwa zwischen 1890 und 1930, gehörten Banjo/Piano-Duos zum allseits beliebten und als typisch empfundenen Klangbild.

Längst ist dieser besondere Zusammenklang zu den vergessenen musikalischen Kunstformen zu zählen.

Götz Alsmann, Doktor der Musikwissenschaft, Entainer, Musikistrumentalist, Moderator, interlektuell und sympathisch und Conferencier der alten Schule mit Nadelstreifen, Einstecktuch und Haartolle, liebt den Jazz. In diesem Konzert trifft er auf den mehrfach preisgekrönten amerikanischen Jazz-Pianisten Chris Hopkins, und für diesen Duo-Abend holt Alsmann ein Instrument aus seinem großen häuslichen Fundus hervor, das viel zu selten Eingang ins Konzertleben findet: das Banjo. Gemeinsam setzen die beiden das ursprünglich afrikanische Zupfinstrument wirkungsvoll in Szene und zeigen nicht nur, was das Banjo, sondern auch der Jazz alles kann!

Götz Alsmann greift dafür auf seine Sammlung historischer Banjos, gebaut zwischen 1902 und 1925 zurück.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Donnerstag, 19. November

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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